Veranstaltungsplanung

Teil von Geschäftsveranstaltungen planen mit Ablauf, Budget und Verantwortlichkeiten

5 Vorlagen für die Veranstaltungsplanung im Mittelstand

Fünf Vorlagen für die Veranstaltungsplanung im Mittelstand: Ablaufplan, Budgettabelle, Raumplan, Teilnehmerliste, Nachbereitung, mit Angaben in Euro und MwSt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fünf Vorlagen tragen die Planung: Ablaufplan, Budgettabelle, Raumplan, Teilnehmerliste, Nachbereitungsprotokoll.
  • Jede Kostenzeile nennt Betrag in Euro, Zeitraum und MwSt.-Satz.
  • Muster liefern IHK, Branchenverbände und Normungsstellen.
  • Der Raumplan verbindet Bestuhlung, Technik und Fluchtwege mit den Angaben des Tagungshauses.

Die fünf Vorlagen im Überblick

Fünf Dokumente genügen, wenn ihre Spalten vollständig sind. Die Tabelle nennt die Pflichtangaben und die Beträge, die in Euro und mit MwSt.-Angabe eingetragen werden.

Vorlage Kernangaben Beträge in Euro und MwSt.
Ablaufplan Uhrzeit, Programmpunkt, Verantwortliche, Puffer, Technikbedarf Referentenhonorar netto, Reisekosten, Umsatzsteuer des Anbieters
Budgettabelle Kostenart, Anbieter, Betrag, Zeitraum, Zahlungsziel, Freigabe Netto und brutto je Position, MwSt.-Satz getrennt ausgewiesen
Raumplan Bestuhlungsform, Kapazität, Fluchtwege, Strom, Technikpunkte Tagesmiete, Aufbauzuschlag, Endreinigung
Teilnehmerliste Name, Unternehmen, Funktion, Zusage, Verpflegung, Barrierefreiheit Teilnahmebeitrag, Übernachtung, Ausfallpauschale
Nachbereitungsprotokoll Zielerreichung, Abweichungen, Rechnungsprüfung, Maßnahmen Soll- und Istkosten, Nachträge, Rechnungsnummern

Beginnen Sie mit dem Ablaufplan, weil er Raumgröße, Technik und Personenzahl festlegt. Budgettabelle, Raumplan und Teilnehmerliste füllen sich danach in dieser Reihenfolge. Eine neutrale Grundlage mit Ablauf, Budget und Verantwortlichkeiten bietet der Leitfaden der IHK Köln zum Planen und Durchführen von Veranstaltungen.

Ablaufplan und Raumplan: was zusammengehört

Der Ablaufplan führt Uhrzeiten, Programmpunkte, Verantwortliche und Puffer. Er liegt als Zeitstrahl vor und geht nach jeder Änderung an Technik, Catering und Empfang. Ein Ausdruck gehört ins Tagungsbüro, eine Datei zum Technikdienst.

Der Raumplan zeigt die Bestuhlung je Programmpunkt, die Zahl der Sitzplätze, Fluchtwege und die Position von Mischpult, Leinwand und Stromanschlüssen. Steht im Ablauf ein Umbau von Reihen auf Stuhlkreise, muss der Raumplan diese Variante mit Fläche und Zeitfenster abbilden.

Für die Raumauswahl fragen Sie beim Tagungshaus Kapazitäten, Bestuhlungsvarianten und Technik vor Ort ab. Der DEHOGA Bundesverband bündelt Brancheninformationen zu Tagungsräumen und Kapazitäten.

Budgettabelle: Netto, MwSt. und brutto

Jede Zeile enthält Kostenart, Anbieter, Betrag netto, MwSt.-Satz, Betrag brutto, Zeitraum der Leistung und Zahlungsziel. So prüft die Buchhaltung ohne Rückfrage.

Rechnen Sie Verpflegung, Technik und Honorare mit dem Steuersatz des Anbieters. Für Übernachtungen gilt der ermäßigte Satz, für Technik und Verpflegung meist der Regelsteuersatz. Klären Sie Sonderfälle vor der Buchung mit der Buchhaltung.

Puffern Sie 10 bis 15 Prozent der Nettosumme ein. Ein Posten für unvorhergesehene Aufbauten, Reinigung und Nachlieferungen gehört in jede Tabelle.

Teilnehmerliste und Nachbereitungsprotokoll

Die Teilnehmerliste steuert Sitzplätze, Catering, Namensschilder und den Empfang. Spalten für Zusage, Absage, Verpflegungswunsch und Barrierefreiheit ersparen Rückfragen in der letzten Woche. Führen Sie Teilnahmebeitrag, Übernachtungskosten und Ausfallpauschale getrennt. Personenbezogene Daten gehören in einen zugangsgeschützten Ordner und werden nach der Veranstaltung gelöscht.

Das Nachbereitungsprotokoll hält Zielerreichung, Abweichungen vom Ablauf und den Rechnungsstand fest. Tragen Sie Soll- und Istkosten nebeneinander ein und notieren Sie Nachträge mit Rechnungsnummer. Aus den Abweichungen entsteht die Vorlage für das nächste Jahr.

Rechenbeispiel: Kundenseminar mit 40 Gästen

Tagungsraum 1.200 Euro netto, Catering 38 Euro pro Person, Technik 850 Euro netto, Referentenhonorar 1.500 Euro netto. Beispielrechnung: 1.200 + 1.520 + 850 + 1.500 = 5.070 Euro netto. Bei angenommener Umsatzsteuer von 19 Prozent sind das 963,30 Euro Steuer und 6.033,30 Euro brutto, also rund 151 Euro pro Gast. Mit 10 Prozent Puffer liegt die Freigabegrenze bei 6.637 Euro.

Checkliste vor der Freigabe

  1. Ablaufplan mit Puffern und Verantwortlichen verteilt.
  2. Budgettabelle mit Netto, MwSt. und brutto vollständig.
  3. Raumplan mit Bestuhlung und Technikpunkten geprüft.
  4. Teilnehmerliste mit Zusagen und Verpflegung aktuell.
  5. Nachbereitungsprotokoll mit Rechnungsstand angelegt.

Normen und Verbände als Bezugsquellen

Neben IHK und DEHOGA lohnt der Blick in Regelwerke. Die DIN erklärt den Nutzen von Normen und Standards für den Mittelstand und damit die Grundlage für wiederkehrende Abläufe und einheitliche Begriffe.

Häufige Fragen

Welche Vorlage entsteht zuerst?

Der Ablaufplan. Aus ihm leiten sich Raumgröße, Technik und Personenzahl ab.

Wo gibt es Muster für die Veranstaltungsplanung?

IHK, Handwerkskammern und Branchenverbände stellen Vorlagen bereit. Prüfen Sie jede Vorlage auf Ihre eigenen Kostenarten.

Welche MwSt.-Sätze gehören in die Budgettabelle?

Tragen Sie je Position den Satz des Anbieters ein, getrennt nach Netto und Brutto.

Wie viele Spalten braucht die Teilnehmerliste?

Zehn bis zwölf Spalten reichen, wenn Verpflegung und Barrierefreiheit getrennt erfasst werden.

Was gehört in das Nachbereitungsprotokoll?

Zielerreichung, Abweichungen, Rechnungsstand und Maßnahmen für die nächste Veranstaltung.

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